Entwicklung eines nachhaltigen Büro- und Geschäftshauses

Realisierungswettbewerb Bahnhofplatz 2

Für die neue Bebauung des Grundstücks am Bahnhofsplatz 2 in Nürnberg hatte die S&P Commercial Development einen Realisierungswettbewerb ausgelobt.  Zehn renommierte nationale Architektenbüros hatten sich beteiligt. Den 1. Preis erhielt KSP Engel aus Frankfurt a. M.

Die Preisgerichtssitzung unter dem Vorsitz von Frau Prof. Dr. Barbara Engel, Architektin, Universität Karlsruhe, KIT-Fakultät für Architektur, fand am 14. Dezember in Nürnberg statt. Die Arbeiten wurden von einer 9-köpfigen Jury bewertet, die sich aus Vertretern der S&P Commercial Development, externen Architekten und Vertretern der Stadt Nürnberg zusammensetzte.

Im Rahmen der Auslobung wurden in Abstimmung mit der Stadt Nürnberg wesentliche städtebauliche Parameter festgesetzt, um eine möglichst hochwertige und attraktive architektonische Lösung für den prominenten Standort zu erhalten, die gleichzeitig einen hohen Nachhaltigkeitsstandard erfüllt. Für das Gebäude ist ein Nutzungsmix aus Büro- und Dienstleistungsflächen, Serviced Apartments sowie Gastronomie oder Dienstleistung im Erdgeschoss vorgesehen.

 

Zum Siegerentwurf:

Die städtebauliche Gestaltung des Siegerentwurfs von KSP Engel überzeugte die Jury durch ihre klare Struktur und die skulpturale Fassadengestaltung. Der Neubau gliedert sich in einen 50 Meter hohen Turm und einen 6- bis 7-geschossigen Flügelbau. Gemeinsam mit dem ebenfalls 50 Meter hohen Tafelhof-Palais im Osten bildet der Entwurf eine städtebauliche Klammer für den Bahnhof und zugleich den westlichen Rand des Bahnhofsplatzes. Der Eingangsbereich ist transparent und offen gestaltet und soll durch die hier vorgesehenen Nutzungen den Stadtraum beleben.

Zu den ökologischen Maßnahmen: Durch den Einsatz von Hohlelementen können Stahl und Beton eingespart und die CO₂-Bilanz der eingesetzten Materialien verbessert werden. Erneuerbare Energien wie Photovoltaik und Geothermie sowie Kraft-Wärme-Kopplung sind als nachhaltige Energiequellen für die CO₂-neutrale Wärmeversorgung geplant. Darüber hinaus ist eine polyvalente Wärmepumpe vorgesehen, die ganzjährig Wärme bzw. Kälte liefert. Die großen Fensterflächen sollen die optimale Nutzung des Tageslichts ermöglichen, während künstliche Beleuchtung bedarfsgerecht zentral gesteuert wird. Für das Gebäude wird mindestens der DGNB-Gold Standard angestrebt, der durch die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) vergeben wird.

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